Pressemitteilung der LandesAstenKonferenz Berlin

Berlin, 28.08.2019

Die LandesAstenKoferenz Berlin veröffentlicht Forderungen an das neue Berliner Hochschulgesetz im Bereich Antidiskriminierung und Diversity. Das BerlHG befindet sich momentan in einem Novellierungsprozess, der von den Berliner Regierungsparteien initiiert wurde.

Zusammengefasst fordert die LandesAstenKonferenz Berlin

  • die verpflichtende Einführung von Diversitätskonzepten an Hochschulen,
  • die verpflichtende Einrichtung von Diversitätsbüros an Hochschulen,
  • die verpflichtende Einrichtung von Antirassismus-, Antiklassismus- und Queerbeauftragte sowie Beauftragte für trans*inter und nicht-binäre Geschlechteridentitäten,
  • die verpflichtende Einführung von rechtlich bindenden Antidiskriminierungsrichtlinien und Richtlinien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt.

Breandán Drewes (LAG BerlHG) bezieht Stellung: „Die bisher veröffentlichen Leitlinien greifen viel zu kurz und sind nicht konkret genug. Der Vorschlag Diversity Kommissionen einzuführen, die als Option lediglich eine beratende Funktion haben sollen, bringen uns nicht weiter. Wir brauchen klare und verpflichtende Regelungen, sowie erweiterte Strukturen in diesem Bereich. Antidiskriminierung ist schließlich eine politische Angelegenheit!“

Robert Jung (AStA FU Berlin) kritisiert die bisherige Vernachlässigung von Antidiskriminierung im Novellierungsprozess: „Wir finden es bedauernswert, welche Priorität die rot-rot-grüne Regierung dem Thema Antidiskriminierung und Diversity bisher einräumt. Die Behandlung im Leitlinienpapier wird der Auswirkung auf unsere Hochschulen einfach nicht gerecht!“

Das vollständige Forderungspaket zum Thema Antidiskriminierung & Diversity ist unter folgendem Link abrufbar: https://cloud.astatu.berlin/index.php/s/ckDFxDZSLWgdqqe

Pressekontakt:
+49 152 1911 9914