LandesAstenKonferenz Berlin Die LAK Berlin ist der Zusammenschluss der Verfassten Studierendenschaften in Berlin.

Bericht: "Von Morgen bis Nacht habe ich gesessen und angebote gesucht."

Eingesendet von einer Person, die anonym bleiben möchte.

Ich ich heiße [...] und habe vor 2 Wochen mein Studium in Berlin angefangen.

Obwohl die Wohnungssuche in Berlin sowieso schwer ist hat es mir die Universität auch nicht leichter gemacht.

Ich wusste erst am 04.10.2017 ob ich angenomment bin. Weil Studenten aus dem Ausland noch eine sprachprüfung ablegen müssen deren zweiter Teil zwischen dem 04. und 10.10 statt findet. Ich war also sowieso glücklich.

Ich hatte nur 12 Tage um eine Wohnung in Berlin zu finden. Von Morgen bis Nacht habe ich gesessen und angebote gesucht. In diesen tagen habe ich mehr als 60 Vermieter angesprohen von denen mir nur 4 eine Antwort gegeben haben. Alle 4 Antworten waren negativ, obwohl eine Ziemlich nett war.

Schließlich habe ich eine Wohnung von einem Polen mieten wollen. Das Angebot war gut aber es hat sich herausgestellt, dass es eine "illegale" Miete sein wird. Die Wohnung sah schrecklich aus, war am anderen Ende von Berlin und schon am nähsten tag hat er verucht die Miete um 50 Euro zu erhöhen.

Ich habe ihm nicht abgesagt anstatt habe ich ein billigeres und sehr gutes angebot nahr an der Uni gefunden. Der Vermieter schien nett aber alles wurde merkwördig wenn ich ihm traf. Die Wohnung, hat sich herausgestellt wird keine möbel haben. Der Mann wollte auch zustzlich zu der 900 Euro Kaution, 200 Euro für Küchenzubehör und 900 Euro für Gott weiß was. Also 2000 Euro für ihn und er wollte nichtmal die Wohnung von innen zeigen weil "Jemand noch in ihr lebt.". Der Mann hat mich überzeugen wollen, dass es immer so in Deutschland abläuft. Und hat dann gesagt: "Ich verstehe deine Probleme bei der Wohnungssuche. Vermieter wenn Sie die Wahl haben einem Polen eine Wohnung zu mieten oder es an einen Deutschen zu vermieten werden Sie immer den Deutschen wählen. Ich aber wie du siehst kümmere mich nicht darum. Ich kann aber dir die Wohnung um sonnst nicht reservieren."

Er wollte noch zusätzlich zu den 2000Euro noch 200 Euro von mir...

Schließlich habe ich mit dem typen aus Polen gehagelt.

Ich lebe jetzt "illegal" in seiner Wohnung am anderen ende von Berlin in einer fatalen gegend. Weil ich keine Meldung habe und haben kann, kann ich auch kein Bankkonto eröffnen, kein Schufa kriegen und deswegen niechtmal ein deutsches Telefon beantragen.

Ich bin immer noch auf der Wohnungssuche. Ich hatte mich sogar mit einem Vermieter gestern verabredet, leider ist er nicht eschienen.

Bericht: "Alte, komische Männer, die eher auf der Suche nach einer Partnerin waren als nach einem wg Mitbewohner"

Eingesendet von einer Person, die anonym bleiben möchte.

Ich habe einen Monat vor Studienbeginn angefangen Wohnungen und vor allem WGs zu suchen. Abgesehen von den unglaublich hohen Preisen war einfach ncihts frei. Auf websiten wie wg gesucht hat man kaum Antworten bekommen. Die einzigen die mir dort geschrieben haben waren alte, komische Männer, die eher auf der Suche nach einer Partnerin waren als nach einem wg Mitbewohner. Also habe ich, als ich eine Woche vor studienstart noch immer nichts gefunden habe alle meine Bekannten angeschrieben die ich in Berlin hatte. Mit großem Glück bin ich dann in ein Freies Zimmer untergekommen wo ich zwei Monate bleiben kann. An der Uni habe ich dann ein Mädchen kennen gelernt welches mit mir in eine WG ziehen will, an die sie über Kontakte ran gekommen ist. Hätte ich aber dieses ganze Glück und diese ganzen Kontakte nicht gehabt, dann hätte ich mein Studium fast in einem Hostel beginnen müssen.

Bericht: "Ich bin in der 17. Schwangerschaftswoche und wohne in einem 9m²-Zimmer in einer WG."

Eingesendet von Anja, FU-Studentin.

Ich bin in der 17. Schwangerschaftswoche und wohne in einem 9m²-Zimmer in einer WG. Da ich die Regelstudienzeit längst überschritten habe, finanziere ich meinen Lebensunterhalt als studentische Hilfskraft. Mein Freund bewohnt eine Einraumwohnung fernab der Universität, weshalb es keine Option ist, in diese zusammen zu ziehen, da wir ein Kind erwarten. Schon allein, um mich während der Schwangerschaft besser unterstützen zu können, wollen wir baldmöglichst zusammen ziehen und haben einen WBS beantragt. Mein Freund ist kein deutscher Staatsbürger, absolviert gerade seine Ausbildung und finanziert sich mit BAföG und aufstockend Sozialhilfe. Gerade erst haben wir erfahren, dass er – um einen WBS bewilligt zu bekommen – eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung vorweisen muss. Diese hat er leider nicht und um diese zu erhalten, muss er ein gesichertes Einkommen nachweisen können – so BAföG denn darunter zählt…

Unsere finanziell prekäre Lage scheint zu verhindern, dass wir in den Genuss eines WBS kommen – doch gerade diesen bräuchten wir dringend, um eine bezahlbare Wohnung für uns und das Baby haben können. Zudem drängt die Zeit, da ich im hochschwangeren Zustand beim Umzug nicht mehr helfen kann. Zusätzlich erschweren es die langen Wartezeiten auf Termine beim Bürgeramt, eine gute Beratung zu erhalten, was man in dieser Situation tun kann.

LAK-Plenum am 14.Dezember 2017

Die LandesAstenKonferenz Berlin pleniert das nächste Mal am 14. Dezember um 17:00h
Ort: Referatsraum AStA TU Berlin (Haus TK 2, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin)

Das Plenum ist öffentlich.

Tagesordnung:

  1. Berichte aus den ASten und der GS
    • Rechte Umtriebe auf dem Campus (ständiger TOP)
  2. AG Demokratie
    • Stand der Dinge
  3. Wohnraummangel für Studierende
    • Bericht: Wie lief es bisher?
    • Aufruf zu persönlichen Berichten
    • Neues aus dem StudWERK
    • Vorschlag „AG Wohnen“
  4. Treffen mit WissPol-Sprecher*innen
    • Themen
    • Termine
  5. Klausurtagung
    • Zeitraum, Setting, Planung
    • vorläufiger Themencheck
  6. Kommunikation
    • Verteiler
    • Social Media
  7. Sonstiges

Pressespiegel - Stand 07.12.2017

(23.11.-07.12.2017)

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